Biografie

Die Niederländische Sopranistin Nienke Otten wird in der aktuellen Spielzeit 2018/2019 in Bielefeld als Pamina, Gretel und in weitere Rollen in Amadis de Gaule (J.Ch. Bach) und Orpheus in der Unterwelt zu erleben sein. Am Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin wird sie ihr Rollendebut als Sophie in der Rosenkavalier geben.

Sie ist seit der Spielzeit 2014/2015 am Theater Bielefeld engagiert, wo sie bereits viele wichtige Partien ihres Fachs sang, darunter Adina (L’Elisir d’Amore), Giulia (La Scala di Seta), Ännchen (Der Freischütz), ein junger Hirt (Tannhäuser), Drusilla (L’Incoronazione di Poppea), Woglinde (Das Rheingold), Eurilla (Orlando Paladino) und Atalanta in Maximilian von Mayenburgs preisgekrönter Inszenierung von Xerxes

Ergänzend zum gängigen Repertoire war sie als Jessica in Reynaldo Hahns Le Marchand de Venise und Violet in Emil von Rezniceks Benzin zu hören. Grosse Aufmerksamkeit erhielt sie für die Rolle der Lisa in der Europäischen Erstaufführung von Dog Days des amerikanischen Komponisten David T. Little.

Erste Bühnenerfahrungen sammelte Nienke Otten an der Nederlandse Reisopera und an der Opera Zuid als Knabe in Mozarts Zauberflöte. Mit der Silvia in Haydns L’Isola disabitata debütierte sie 2009 mit der Opera Trionfo beim Grachtenfestival in Amsterdam. Zwei Jahre später war sie dort in der holländischen Erstaufführung von Boris Blachers Die Flut und Abstrakte Oper Nr. 1 zu erleben. Mit dem Barockorchester Florilegium Musicum sang sie Belinda in Dido und Aeneas. Desweiteren gehören Ksenia in Boris Godunov, Gretel in Hänsel und Gretel und Norina in Don Pasquale zu ihren Partien. 

Bei der Niederländischen Company Silbersee war sie auf einer nationalen Tour als Poppea in der sehr erfolgreichen Crossover-Produktion MonteverdISH mit der Tanz Company ISH zu erleben. Die Vorstellung wurde auch im Konzerthaus Berlin im Rahmen der Biennale Alter Musik aufgeführt.

Konzertengagements führten die junge Sopranistin u. a. mit Bachs Passionen, h-Moll-Messe und Magnificat, Händels Te Deum und Messias, Mozarts Krönungsmesse und c-Moll Messe, Mendelssohns Elias, Brahms’ Ein Deutsches Requiem, Rossinis Petite messe Solennelle und Orffs Carmina Burana in zahlreiche Konzerthäuser in den Niederlanden und ins benachbarte Ausland.
Sie arbeitete mit Orchestern wie dem Noord Nederlands Orkest, Orkest van het Oosten, het Brabants Orkest, Residentie Orkest, Nationaal Symphonisch Kamerorkest sowie dem Amsterdam Baroque Orchestra und Dirigenten wie Matthew Halls, Hans Leenders, Jos Vermunt, Peter Robinson und Ton Koopman.

Nienke Otten studierte an den Konservatorien von Amsterdam und Den Haag bei Sasja Hunnego und Peter Nilsson und wird aktuell von Magreet Honig gecoacht. Sie erhielt mehrfach Stipendien der Niederländischen Staetshuysfonds und Dullertsstichting. Meisterkurse u. a. bei Helen Donath, Emma Kirkby, John Norris, Ann Murray, Malcolm Martineau und Rudolf Jansen runden ihre Ausbildung ab.